Urlaub Alexandra Karr-Meng

Sommerloch – das Tief nach dem Urlaub

Der Sommer ist vorbei. Welcher Sommer könnten wir uns fragen? Wirklich sommerlich waren die letzten Wochen und Monate nicht. Egal, es ist wie es ist. Doch die Ferien sind zu Ende , die Haupturlaubszeit ist vorbei und für die meisten kehrt wieder der Alltag ein – Arbeiten, Schule, Studium.

In diesem Zusammenhang höre ich immer öfter vom „Post-Holiday-Syndrom“. Was verbirgt sich dahinter? Die Urlaubsentspannung ist schnell dahin, wir sind lustlos, müde, wenig leistungsfähig und unmotiviert. Dieser Zustand hält meist zwei bis drei Tage an, dann haben wir uns wieder an den Arbeitsrhythmus gewöhnt.

Das kenne ich doch, auch ich war von diesem Syndrom schon betroffen. Der erste Arbeitstag ist meist anstrengend. Das Mailfach läuft über, der Postberg scheint unüberwindbar und die To-Do Liste ist lang. Da kann es mit der Erholung schnell vorbei sein.

Was können wir tun, um wieder gut in der Arbeitswelt und im Schul- oder Studienalltag anzukommen?

Urlaubsende einleiten

Urlaub ist toll, Erholung, Entspannung, Freizeit und wir wollen ihn bis zur letzten Sekunde genießen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Doch wenn wir erst Sonntags aus dem Urlaub kommen und Montags schon wieder in den Alltag starten, verursacht das Stress. Wir sind noch müde von der Reise, müssen Koffer auspacken, Wäsche waschen, den Kühlschrank füllen und sollen dann schon wieder arbeiten. Kein Wunder, dass der Start sehr schwer fällt. Daher ist es sinnvoller, ein bis zwei Tage vor Urlaubsende zurück zu kehren und wieder langsam in den Alltag zu finden. Dann sind alle Erledigungen abgeschlossen und wir können entspannt in den Arbeitsalltag starten.

 Sanfter Einstieg

Der erste Arbeitstag sollte gut geplant sein. Wir können am Vorabend schon die Tasche packen, uns informieren, wie wir zur Arbeit kommen. Ist die Busverbindung noch die gleiche, gibt es Staus oder Baustellen auf dem Arbeitsweg? Außerdem sollten wir uns den ersten Arbeitstag frei halten. Das heißt keine Meetings oder Seminar planen. Wenn dies nicht möglich ist, dann bitte erst am Nachmittag. Es ist wichtig, erst mal anzukommen und sich einen Überblick zu verschaffen. Was ist in meinem Urlaub passiert? Was muss ich erledigen? Welche Termine stehen an? Wenn man dafür keine Zeit hat und sofort in die Vollen geht, entsteht schnell ein Gefühl der Überforderung.

Gute Planung

Es muss nicht immer der Montag sein. Um wieder gut in den Arbeitsalltag zu starten, eignet sich die Wochenmitte. Das hat den Vorteil, dass wir zwei oder drei Tage arbeiten und uns dann schon wieder aufs Wochenende freuen können. Auch eine gute Planung erleichtert den Einstieg. Wenn wir wissen, dass nach dem Urlaub viel ansteht, sollten wir uns im Vorfeld eine To-Do-Liste anlegen. Dann brauchen wir uns im Urlaub keine Gedanken über die anstehenden Aufgaben zu machen und haben danach gleich eine Struktur, die wir abarbeiten können. Außerdem sollten wir Projekte abschließen und möglichst alle Mails beantworten. Alles, was noch offen ist belastet uns und wir können nicht abschalten.

Wirklich Abschalten

Abschalten um zu entspannen – das sollten wir wörtlich nehmen. Bevor wir in den Urlaub starten sollte die E-Mail Umleitung aktiviert sein und wichtige Dinge mit der Vertretung besprochen sein. Während des Urlaubs verzichten wir am besten auf das Diensthandy und auf den Blick in unseren E-Mail Account. Im absoluten Notfall werden die Kollegen uns erreichen. Doch das kommt, wenn wir ehrlich sind selten vor. Wir sind nicht der Nabel der Welt, wir sind alle ersetzbar und unsere Vertretung wird das schon hin bekommen.

Urlaubspläne schmieden

Man muss immer etwas haben, auf das man sich freuen kann. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Wenn wir wissen, dass in ein paar Monaten wieder ein Urlaub ansteht, erhöht dies unsere Motivation. Das kann auch ein Kurztripp sein oder ein schönes Wanderwochenende mit Freunden. Es muss nicht immer das Große sein. Wichtig sind die kleinen Wohlfühlinseln im Alltag. Wenn wir uns diese regelmäßig schaffen, hält die Entspannung an. Also, tun wir uns Gutes und freuen wir uns auf den nächsten Urlaub.

Ich wünsche einen guten Einstieg mit vielen kleinen Wohlfühlinseln.

Herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

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