Lachen

Lach doch mal wieder

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt“ (Joachim Ringelnatz)

Ich bin bekennende Optimistin, grundsätzlich gehe ich positiv durch das Leben und freue mich an schönen Dingen. Ich kann auch an schwierigen Situationen etwas Gutes finden und mein Glas ist eher voll als leer. Doch irgendwann begann meine optimistische Grundeinstellung zu wanken.

Die letzten beiden Wochen waren extrem anstrengend. Überall Unstimmigkeiten, Streit und Konflikte. Jeden morgen wenn ich meine E-Mails öffnete, erwartete mich eine neue Schreckensnachricht. Eilmeldungen, dringende Rückrufe, überall Unruhe und Ärger, alles musste sofort und am besten noch gestern erledigt werden. Ich weiß auch nicht woran es lag? War es der Mond , der Wetterumschwung, die bevorstehenden Ferien – ich konnte es mir nicht erklären.

Als diese Streit-Zeit in die zweite Woche ging, wurde es auch mir langsam zu viel. Mein Emotionsspeicher war prall gefüllt mit negativen Emotionen. Ich war es leid in mies gelaunte Gesichter zu schauen, mir Hasstiraden über andere Menschen anzuhören, Streitigkeiten zu schlichten und irgendwann versiegte auch meine Resilienz.

Am Ende der zweiten Woche stand eine Konfliktmoderation an, zwei Parteien, die seit Wochen kein Wort mehr miteinander redeten, sollten sich aussprechen. Meine Motivation war im Keller und ich hatte wenig Hoffnung für dieses Vorhaben.

Vor der Moderation ging ich kurz ins Büro, auf meinem Schreibtisch lag ein Stein in Form eines Smileys. Er grinste mich an und ich musste unwillkürlich lächeln. Dabei lag ein Zettel : „Ich bin ein Schmunzelstein“ und er brachte mich wirklich zum schmunzeln.

Ich nahm den Stein in die Hand und dachte nicht mehr an die Streitigkeiten und Konflikte. Mein Fokus änderte sich sofort und mir wurde wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist , sich auf das positive zu fokussieren. Manchmal sind wir so in unseren negativen Gedanken gefangen, sehen nur noch schwarz, werden übellaunig und miesepetrig. Die Negativspirale dreht sich immer weiter, wir sehen überall Probleme, finden Situationen die uns ärgern und irgendwann sind wir total demotiviert.

Denn wenn ich ganz ehrlich bin, ärgern kann ich mich immer – wenn ich es will  😉

Im Laufe eines Tages gibt es viele Kleinigkeiten, die mich stören. Wenn ich diesen einen Raum gebe, ständig über sie rede und sie extrem ernst nehme, werden sie groß und mächtig. Irgendwann habe ich das Gefühl, die Welt ist schlecht, mir geht es noch schlechter, ich bin der ärmste Mensch auf Erden.

Unsinn, wir erleben jeden Tag so viel schönes. Es gibt immer Situationen an denen wir uns erfreuen können und die uns gut tun. Wir müssen sie nur wahrnehmen und den schönen Dingen Raum geben.

Machen wir uns auf die Suche nach unseren persönlichen „Schmunzelsteinen“ im manchmal recht turbulenten Alltag 🙂

Herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

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