Auswege aus dem Labyrinth

Wer kann sich noch an das Spiel „Das verrückte Labyrinth“ erinnern? In den 80ern war es schon hoch im Kurs, doch auch heute ist es noch in vielen Kinderzimmern zu finden. Ziel des Spieles ist es, sich gut zu orientieren, strategisch vorzugehen um möglichst schnell die begehrten Symbole zu erreichen. Dabei sind Wände, Ecken und Mauern im Weg und manchmal war man der Verzweiflung nah, da man scheinbar keinen Ausweg aus dem Labyrinth fand. Doch plötzlich war da ein Weg, den man vorher nicht im Blick hatte.

Ich habe dieses Spiel geliebt und bekam nie genug davon.

Aktuell befinden wir uns auch gerade in einem Labyrinth, dem Corona-Labyrinth. Wir erleben eine ungewohnte Situation, stoßen an unsere Grenzen, stehen vor dicken Mauern und manchmal geht es auch nicht mehr weiter. Doch mit jedem Schritt, den wir gehen, entdecken wir neue Wege. Es öffnen sich Türen, die wir vorher nicht gesehen haben. Hier ist es wichtig, dass wir das große, Ganze betrachten und uns nicht im „kleinklein“ verlieren. Manchmal scheint für uns die Mauer zu hoch, doch wenn wir uns umdrehen, sehen wir, dass wir nicht alleine sind. Wir sind alle in einer ähnlichen Situation und das gibt Kraft. Zusammen können wir vieles erreichen.

Unser Weg ist nicht immer gerade, in den seltensten Fällen führt die Autobahn zum Ziel. Manchmal müssen wir eben die Landstraße nehmen, einen Fluss überqueren oder am Bahnübergang warten, weil der Zug kommt. Alles hat etwas Gutes. Denn dies trägt auch zur Entschleunigung bei. Vielleicht entdecken wir auf diesem Umweg ein sonniges Plätzchen, ein schönes Gasthaus, einen einsamen See….Wir müssen nur die Augen aufhalten und den Blick nach vorne richten.

Vielleicht sagen wir in ein paar Jahren: „Die Zeit war nicht einfach, doch sie hatte auch viel Gutes“.

In der Krise unterstütze ich Menschen und Unternehmen und ich höre immer wieder, was die Menschen neben den Veränderungen und Einbußen Positives erleben.

  • Ich wachse über mich hinaus.
  • Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern.
  • Ich bin total entschleunigt.
  • Ich lerne viele neue Dinge.
  • Ich erledige Sachen, die ich lange von mir her geschoben habe.
  • Ich telefoniere wieder mehr mit Freunden und Familie.
  • Wir besinnen uns auf das Wesentliche und merken plötzlich wie wenig wir brauchen.

Ja, diese Krise kann eine große Chance für uns sein. Es lohnt sich in jedem Fall darüber nach zu denken.

  • Was hat sich für Dich verändert?
  • Was ist positiv daran?
  • Welche Chancen ergeben sich für Dich?
  • Was lernst Du aus der Situation?
  • Was willst du künftig nicht mehr tun in deinem Leben?
  • Welche Veränderungen willst du beibehalten?
  • Wie kann Dir dies gelingen?

Ich hoffe, Du findest durch diese Fragen Auswege aus Deinem persönlichen Labyrinth. Du kannst natürlich auch darin verharren, dich verkriechen und abwarten bis die Zeit sich wandelt. Doch wie sagte schon Goethe: Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.

Also, pack es an und finde Deinen Weg, der Dich an Dein Ziel führt.

Viel Erfolg und herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

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