Verliere Dich nicht – werde resilient

Seit 14 Tagen verändert sich unser Leben. Geschäfte, Schulen und Restaurants sind geschlossen und es gibt Ausgangsbeschränkungen. Diese Situation ist für uns alle neu und ungewohnt. Sie verunsichert uns und stellt uns täglich vor Herausforderungen.

Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause, viele Eltern arbeiten, ob im Homeoffice oder im Betrieb, die Laune ist nicht immer sonnig, wir haben Sorgen und Ängste. Doch wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen.

Dabei kann uns unsere ganz persönliche Nanoversiegelung „Reslienz“ helfen.

Resilienz ist die persönliche innere Widerstandsfähigkeit. Manche Menschen sind damit gut ausgestattet. Sie reagieren gelassen auf schwierige Situation, bleiben optimistisch und suchen nach Lösungen. Menschen mit wenig Resilienz kommen schnell an ihre Grenzen. Sie hadern häufig mit der Situation, sehen nur das Schlechte und fühlen sich handlungsunfähig.

Doch die innere Stärke kann geweckt werden, denn in jeder Krise steckt bekanntlich auch eine Chance. Es kommt darauf an, in welcher Weise wir mit schwierigen Situationen und Rückschlägen umgehen.

7 Säulen, die unsere psychische Widerstandskraft stärken:

Optimismus

Hiermit ist nicht gemeint, dass wir mit Dauergrinsen durch die Gegend laufen und alles toll finden. Mit Optimismus ein Problem zu lösen heißt, sich dem Problem zu stellen und daran zu glauben, dass es eine Lösung gibt. Sich bewusst zu machen, dass die Krise überwunden werden kann und es wieder bessere Zeiten geben wird.

Akzeptanz

Sie ist eine sehr bedeutende Säule zum Erlangen der inneren Widerstandskraft. Wichtig ist hier der Situation ins Auge zu sehen, Umstände nicht zu verdrängen oder sich diese schön zu reden. Viele Menschen umgehen diesen Punkt gerne und lassen sich selbst nicht genügend Zeit die Krise zu durchleben. Wir dürfen auch mal leiden und traurig sein. Doch sollten wir nicht ständig hadern und hinterfragen, warum das jetzt passiert. Nur wenn wir die Situation annehmen, können wir den entscheidenden Schritt nach vorne machen.

Lösungsorientierung

Wenn wir den Rückschlag akzeptieren und optimistisch damit umgehen, führt dies in die richtige Richtung. Wir verharren nicht bei dem Problem, sondern suchen Lösungen. Dies können wir, indem wir kreativ sind, ein Brainstorming machen und alles zusammentragen, was zur Lösungsfindung beiträgt. Egal wie abstrus es uns im ersten Moment erscheint. Wir haben den richtigen Weg bereits im Blick!

Die Operrolle verlassen

Wir lernen oft schon als Kinder, dass es einfach ist in die Opferrolle zu schlüpfen. Ausreden wie: „ Das war ich nicht. Die anderen sind schuld daran.“ Diese Rolle ist sehr bequem, hindert uns jedoch daran eigenverantwortlich zu handeln. Wenn wir uns in die Opferrolle begeben, werden wir ganz schnell zum Spielball für andere. Besinnen wir uns auf unsere Stärken. Überlegen wir, was wir gut können und werden wir aktiv!

Verantwortung übernehmen

Wenn wir uns nicht mehr als Opfer sehen, fangen wir automatisch an Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir Fehler machen, sind wir uns der Konsequenzen bewusst und stehen dafür gerade. Wir schieben unser Versagen nicht auf andere. Wir haben bei Niederlagen und Misserfolgen die Möglichkeit zu handeln und etwas zu verändern! Ein ganz wichtiger Punkt hierbei ist ins TUN zu kommen!

Netzwerke bilden

Eine besondere Komponente in schwierigen Situationen ist das soziale Umfeld. Es ist ganz wichtig Menschen um sich zu haben, die wir um Unterstützung bitten können. Menschen, die für uns da sind, uns zuhören und helfen. Ein Knackpunkt hierbei ist, sich die Unterstützung auch einzufordern. Keinem zur Last fallen zu wollen, ist der falsche Ansatz. Gerade in Krisen brauchen wir Hilfe von Menschen, denen wir vertrauen. Es empfiehlt sich Kontakte zu pflegen und selbst auch für andere da zu sein. Durch ein stabiles Netzwerk erhalten wir ein ehrliches Feedback und die Möglichkeit zur Reflektion.

Zukunftsplanung

Wir versuchen es gerne, durch Planung und Kontrolle uns vor den Wechselfällen des Lebens zu schützen. Dies ist leider nur bedingt möglich. Trotzdem ist es wichtig, zu wissen, wo wir hin wollen. Was erwarten wir von ihrem Leben? Was möchten wir tun oder nicht tun? Sind wir gerade in einer Sackgasse angelangt, dann müssen wir handeln und etwas verändern.

Diese 7 Säulen sind die Wurzeln für unsere ganz persönliche psychische Widerstandskraft. Niemand hat alle 7 Säulen gleich stark ausgeprägt. Menschen die viele Krisen gemeistert haben, können auf einen Erfahrungsschatz zurück greifen und diesen in der nächsten Krise nutzen. Wir sind sehr lernfähig und können unsere erlebten Strategien immer wieder abrufen.

  • Welche dieser 7 Faktoren besitzt Du schon?
  • Wie kannst Du diese jetzt nutzen?
  • Welcher Faktor ist bei Dir weniger gut ausgesprägt?
  • Wie könntest Du diesen stärken?
  • Wer kann Dich dabei unterstützen?

Bau Deine Resilienz Schritt für Schritt aus und bleib gesund.

Herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

 

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