Wie wir das Glück finden…

„Kein Pilz ist klein genug, um nicht auch ein Glückspilz zu sein!“ (Unbekannt)

Was bedeutet für Sie Glück? Ist es das ganz Große oder eher das Kleine? Ist es das Fantastische oder das Alltägliche, ist es das Gestern, das Heute oder das Morgen? Ist es Nähe, ist es Ferne? Ist es menschlich oder materiell? Wo finden Sie Ihr ganz persönliches Glück?

Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Philosophen, Dichter, Denker, ganze Zeitschriften und Bücher.

Glück ist schwer zu definieren. Glück hat man oder nicht. Das ist falsch, Glück ist kein Zufall, Glück kann man lernen. Hermann Hesse hat es schön beschrieben:

„Glück ist ein Wie, kein Was; ein Talent, kein Objekt.“

Glück ist nicht zu fassen und doch ständig unter uns. Es ist eine Sache der Betrachtungsweise und der Einstellung. Wir Deutschen tun uns mit dem Glücklich sein manchmal schwer. Menschen in anderen Ländern, die materiell oft viel schlechter gestellt sind als wir, sind definitiv glücklicher. Dies belegt sogar der Weltglücksbericht:

Darin liegt Deutschland 2017 auf Platz 16. Die glücklichsten Länder liegen alle im Norden. In diesem Jahr ist es Norwegen. Woran liegt das? Die Menschen geben folgende Indikatoren für Glück an: Soziale Beziehungen, Freiheit, Vertrauen, Humor, Verantwortung, Genuss und Zufriedenheit.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Sie werden 30 Minuten später als gewohnt wach, ihr Wecker hat versagt. Sie springen aus dem Bett, hasten ins Bad, das Frühstück fällt heute aus und dann schnell ins Auto um noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Ihre Verspätung macht sich für Sie auf der Straße bemerkbar, der Verkehr stockt und schließlich kommt er sogar zum erliegen. Was ist denn jetzt los? Gerade wo Sie es heute so eilig haben! Als es endlich weiter geht, sehen Sie, dass sich ein schwerer Unfall ereignet hat. Sie kommen mit 90 Minuten Verspätung zur Arbeit, die Kollegen finden das gar nicht gut und Ihnen hat das Ganze die Stimmung verhagelt. Der Tag geht weiter, wie er angefangen hat. Dieser Tag hat negatives Potenzial!

Wenn Sie sich nach diesem Tag die Frage stellen: „Bin ich glücklich?“, werden viele von Ihnen diese Frage verneinen. Natürlich fing der Tag schon negativ an, doch es gab bestimmt auch Momente, die schön waren. Oft betrachten wir anstrengende Situationen durch die negative Brille. Wir sind so verärgert, dass uns die Wut den Blick auf das Schöne verstellt. Wir erwarten an solchen Tagen nichts anderes mehr, wir sind geradezu auf das Negative fixiert, da darf nichts Gutes vorkommen… Ihr Blick ist negativ verstellt!

Wer einmal ein Kind beobachtet, wie es sich über eine Blume, ein Lächeln oder eine Geste freut, kann ermessen was Glück ist. Leider geht uns Erwachsenen diese Erfahrung im Laufe unseres Lebens fast verloren. Glück wird dann häufig anders definiert. Glück ist etwas Besonderes, Glück kann nicht alltäglich sein! Zuerst muss die Arbeit erledigt werden und morgen nehmen wir uns Zeit um glücklich zu sein.

Dies ist der falsche Ansatz. Glück kann man nur im Hier und Jetzt erleben. Es sind die kleinen schönen Augenblicke, das fröhliche Lachen, ein spontaner Plausch mit Freunden, der gemütliche Abend zu Hause, eine unerwartete Überraschung und vieles, vieles mehr.

Was waren in der letzten Woche Ihre Glücksmomente?

Wir sehen oft nur das Negative, die Pflicht, den Stress, die Anspannung und vergessen dabei völlig die vielen kleinen Glücksmomente, die wir täglich erleben.

Machen Sie sich auf die Suche und finden Sie Ihre ganz persönlichen Glücksmomente!

Viel Glück und herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

 

8 Kommentare

  1. Das große Glück zu finden, ist ganz leicht…
    denn das große ist doch die summe der vielen kleinen!
    „Glück gehabt.“ 🙂

  2. Hallo Alexandra
    Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest was ist Glück hätte ich nur mit der Schulterngezuckzt und hätte geantwortet : gibt es so etwas
    Im Februar hatte ich einen Herzinfarkt , ich war in Stuttgart und musste durch denn Tod meiner Mutter zurrück nach Hause. Dadurch war ich rechtzeitig beim Arzt und im Krankenhaus . Glück gehabt. Meine Mutter hat mir im Rad das Leben gerettet. Und nun
    Ich war in der Reha und habe über mich nachgedacht habe vieles verändert und entschleunigt. Jetzt hab ich Zeit für mich meine Frau und die Familie. Und bin glücklich dass es so ist. Das Leben ist schön und manchmal spannend. Und das ist gut so. Man vergisst oft die kleinen glücklichen Momente
    Wie sollten bewusster leben
    Euch einen schönen Sonntag

    1. Author

      Lieber Hans,
      manchmal ist das Glück so nah und wir erkennen es erst durch Schicksalsschläge.
      Ich wünsche Dir alles Gute, viel Gesundheit und jede Menge Glücksmomente!
      LG Alexandra

  3. Die glücklichen Momente kommen durch dich und deine Achtsamkeit. Sei du selbst! Sei geduldig mit dir .

  4. Glückliche Momente findet man, wenn man in sich selbst ruht, sich gefunden hat und sich nicht für andere verbiegt. Es ist schon was dran an dem Satz: „Finde deine innere Mitte!“ Denn wenn du die gefunden hast, dann erfreuen dich auch kleine Dinge, dann kannst du dein Leben genießen und den Stürmen des Lebens trotzen. Ich hab meine innere mitte endlich gefunden, nachdem ich viele Jahre meines Lebens damit verschwendet habe, so zu sein wie andere mich sehen wollten.

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