Oh du fröhliche Achtsamkeit

Oh du fröhliche, oh du stressige Vorweihnachtszeit! Könnten Sie auch mit Leichtigkeit das alte Weihnachtslied umdichten? Überall blinkt und glitzert es, werden große Batteriekerzen gezündet, verschönert ein Lichtermeer die Häuser. Ein Glanz liegt in der Luft, Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit. Stimmt das? Oder sieht es eher so aus, dass zwar wirklich alles festlich beleuchtet ist, aber viele Menschen nur noch mit sich beschäftigt sind.

Wenn ich jetzt durch die Straßen der Stadt schlendere, rennen viele mit grimmigen Gesichtern durch die Gegend, als würden sie um ihr Leben laufen. Es ist noch viel zu erledigen: Geschenke besorgen, Plätzchen backen, die Wohnung putzen, alles weihnachtlich schmücken, das Festtagsmenu festlegen, einkaufen, Weihnachtsfeiern besuchen, dem Christkind bei den Vorbereitungen helfen…

Aus den Lautsprechern tönen weihnachtliche Klänge und der Duft von Glühwein und Zimtsternen steigt in die Nase. Können Sie das Schöne, das Besondere dieser Zeit genießen? Das was, die Weihnachtszeit vom bloßen Kommerz unterscheidet? Die Tatsache, dass uns die Weihnachtszeit, wenn wir es zulassen, entschleunigt. Auch hier gilt es, die gute, alte Achtsamkeit zuzulassen.

Mehr Achtsamkeit im Alltag

Wenn Sie in der Vorweihnachtszeit etwas achtsamer sein möchten, geht es nicht darum achtsam sein zu MÜSSEN. Zu hohe Erwartungen und Druck funktionieren ganz schlecht. Es geht eher darum los zu lassen, den gegenwärtigen Moment ohne geistige Anstrengung wahrzunehmen, zu genießen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Achtsam in den Tag starten

Wenn Sie wach werden, bleiben Sie bitte noch 5 Minuten im Bett liegen. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Atmen. Atmen Sie ganz langsam und bewusst ein und aus. Lassen Sie Ihre Gedanken schweifen. Sollten diese abdriften, lenken Sie sie wieder auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie sich Ihr Körper mit Sauerstoff auflädt.

Wer nicht genießt, ist ungenießbar

Erledigen Sie ganz bewusst nur eine Sache und versuchen Sie dieser Ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Genießen Sie das, was Sie tun mit allen Sinnen, lassen Sie sich darauf ein und seien Sie offen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie wären ein kleines Kind und würden diese Situation/Tätigkeit zum ersten Mal erleben. Sie werden ganz neue Erfahrungen machen. Anfänglich werden Ihre Gedanken abschweifen, lenken Sie diese dann einfach wieder zurück.

Der Langeweile frönen

Versuchen Sie ganz bewusst nichts zu tun. Ich weiß, Langeweile ist oft schwer auszuhalten, sofort schießen uns Gedanken in den Kopf, was wir alles tun können. Doch wenn Sie der Eile entkommen wollen, ist es wichtig sich Ruhe und Muse zu gönnen. Einfach auf einer Bank sitzen und in den Himmel schauen oder zu Hause auf dem Sofa liegen und Löcher in die Luft starren. Wenn Sie sich einmal daran gewöhnt haben, werden Sie merken, wie entspannend dies sein kann.

Gedankenstopp in stressigen Situationen

Wenn Sie gerade sehr gestresst sind, oder Ihnen der Kragen zu platzen droht, können Sie sich gedanklich von der Situation entfernen, indem Sie sich auf Ihren Atem konzentrieren und dabei zwei Wörter denken. Die Wörter können Sie selbst festlegen, Sie sollten Ihnen Ruhe schenken. Atmen Sie tief ein und denken Sie dabei zum Beispiel „Bleib“, atmen Sie dann aus und denken „ruhig“ oder „Lass- Los“, „Entspann-Dich“. Das schöne an dieser Übung ist, dass Sie sie immer und überall machen können. Keiner bemerkt es und sie ist enorm wirkungsvoll.

Achtsamer Tagesabschluss

Vielleicht haben Sie den Begriff Bodyscan schon einmal im Zusammenhang mit Achtsamkeit gehört. In dieser Übung geht es daran achtsam in Ihren Körper hinein zu hören und zu spüren. Legen Sie sich ruhig hin, atmen Sie 5 mal tief ein und aus. Dann gehen Sie in Gedanken Ihren Körper ab. Sie beginnen bei den Zehen und enden am Kopf. Wie fühlen es sich an? Was bemerken Sie? Was tut Ihnen weh? Was ist anders als gestern?

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Adventszeit!

Alexandra Karr-Meng

 

2 Kommentare

  1. Genauso sollte man diese besinnliche Zeit verbringen. Ich übe noch, vielleicht ein Leben lang. Aber es wird schon. Schön, der Beitrag . Vielen Dank und eine gute Weihnachtszeit. Claudia Schaefer

Schreibe einen Kommentar zu Alexandra Karr-Meng Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.