Stress beginnt im Kopf

Warum gelingt es manchen Menschen gelassen zu bleiben, obwohl das Chaos um sie herum tobt und bei anderen lässt schon eine unangenehme Situation am Tag das Fass überlaufen? Das Stressempfinden jedes Menschen ist unterschiedlich. Unsere Umwelt ist grundsätzlich gleich. Die Wahrnehmung jedes Einzelnen allerdings ist individuell. Ein einfaches Beispiel ist das Wetter.

Sie planen morgen einen Ausflug und der Wetterbericht sagt Regen voraus. Diese Prognose macht Ihnen zu schaffen. Sie wollten doch bei gutem Wetter auf Tour… Doch halten Sie inne. Es kommt darauf an, was Sie aus der vermeintlich neuen Situation machen. Sie könnten sagen: “ Es regnet, wir machen das Beste draus. Wir ziehen wetterfeste Kleidung an.“ oder „Es regnet so stark, dass wir den Ausflug absagen.“ oder „Es regnet, dann sind alle krank und wir haben keinen Spaß. Dieses blöde Wetter. Immer muss das mir passieren“

Wägen Sie alles ab und denken Sie daran: Sie können die Umstände nicht verändern. Sie haben für das Wetter keine Verantwortung. Sie können jedoch Ihre Wahrnehmung lenken. Wenn Sie den ganzen Tag daran denken, wie schlecht der morgige Tag wird und was Sie alles hätten tun können, dann wird es Ihnen auf jeden Fall die Stimmung verhageln und Sie erleben Stress. Stellen Sie sich jedoch auf die neue Situation ein und machen das Beste daraus, wird es bestimmt auch schön werden! Sie haben es in der Hand!

Dieses Beispiel zeigt deutlich: Stress entsteht im Kopf, je nachdem, mit welcher Einstellung Sie an die Sache heran gehen. Daher machen Sie sich eins bewusst: Sie können nicht beeinflussen, was alles passiert. Aber Sie können, in gewissem Ausmaß Ihre Reaktion darauf steuern. Es kann hilfreich sein, die Sicht auf die Dinge zu ändern. Es ist, wie so oft, immer eine Sache der Sichtweise!

Viele Menschen lassen sich von negativen Dingen total beeinflussen und lenken. Gehören Sie auch dazu? Wie reagieren Sie, wenn Sie wissen das morgen ein anstrengender Arbeitstag mit vielen Terminen und Zeitdruck bevor steht? Wenn Sie sich schon am Abend vorher darüber den Kopf zerbrechen, wie Sie das alles schaffen sollen, wird der Tag bestimmt sehr stressig für Sie werden. Nehmen Sie den Tag jedoch so an, wie er ist und versuchen mit einer positiven Einstellung an die Arbeit zu gehen, geht der Tag auch vorbei und Ihnen geht es deutlich besser.  Denn:

Unsere Gedanken und unsere Wahrnehmung beeinflussen massiv unsere Stimmung!

Wenn Sie merken, dass negative Gedanken Sie stressen, können Sie Ihren Blickwinkel ändern und sich neu fokussieren.

Hier möchte ich Ihnen ein Beispiel aus meiner Erfahrung kurz schildern:

Vor kurzen habe ich mich sehr über eine Kollegin geärgert. Sie hielt sich nicht an Zusagen, hat Termine vergessen, war nicht pünktlich und hat schlechte Arbeitsergebnisse geliefert. Dies kam häufig vor und hat mich sehr gestresst und geärgert, da ich dann alles auf den letzten Drücker selbst machen musste. Ich war so weit, dass ich die Zusammenarbeit mit Ihr beenden wollte. Dann hörte ich, dass sie privat derzeit enorme Probleme hat und sie mehrere Jobs angenommen hat um über die Runden zu kommen.

Sofort veränderte sich meine Wahrnehmung. Plötzlich hatte ich Verständnis für Sie. Ich konnte nachvollziehen, dass Sie Fehler macht und Termine versäumt. Ich wurde toleranter, machte vieles alleine, ohne mich über sie zu ärgern. Damit ging es mir deutlich besser.

Wenn Ihr Stresslevel mal wieder steigt,  versuchen Sie kurz inne zu halten und stellen Sie sich folgende Fragen. Diese können Ihnen helfen sich zu fokussieren und Ihre Wahrnehmung zu verändern.

  • Warum stresst es mich?
  • Kann ich es verändern?
  • Will ich mich stressen lassen?
  • Welche Alternativen habe ich?

Herzliche Grüße

Alexandra Karr-Meng

 

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